Elternbrief des Ministerium für Bildung und Kultur

am 13. März 2020 haben wir die Entscheidung getroffen, die KiTas im Saarland zu schließen und den regulären Unterrichtsbetrieb in den Schulen einzustellen, um die Ausbreitung des Coronavirus‘ einzudämmen.

Viele Eltern stehen damit vor großen Herausforderungen bei der Betreuung ihrer Kinder. Hinzu kommen in der Corona-Krise ernste wirtschaftliche Sorgen. Alle Familien leisten in der Krise Außergewöhnliches.

Deshalb arbeiten wir seit der Schließung unserer KiTas und Schulen an einer Lösung, um Fa-milien bei den KiTa- und FGTS-Beiträgen zu entlasten.

Dieses Ziel haben wir heute in der Landesregierung und in der Abstimmung mit der kommu-nalen Seite, KiTa- und FGTS-Trägern erreicht. Alle sind im Boot. Das Land übernimmt die Kos-ten für nicht gezahlte KiTa- und FGTS-Elternbeiträge.

Eltern und Erziehungsberechtigte, die sich nicht in der Lage sehen, vor allem diejenigen, die in einer Notlage sind, den KiTa- bzw. FGTS-Beitrag für den Monat April zu entrichten, können sich an ihren KiTa- bzw. FGTS-Träger mit der Bitte wenden, den Beitrag nicht zu zahlen bzw. ihn erstattet zu bekommen. Das Land übernimmt die daraus entstehenden Einnahmeaus-fälle der KiTa- und FGTS-Träger.

Diese Regelung gilt auch für diejenigen Familien, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Wer bereits heute von den Beiträgen freigestellt ist, für den ändert sich nichts.

Dies ist ein weiterer Beitrag, um Familien zu entlasten. Dazu zählen auch Maßnahmen wie die Entschädigungsregelung zur Abmilderung von Verdienstausfällen in der Folge von Maßnah-men zur Eindämmung des Coronavirus‘ nach dem Infektionsschutzgesetz oder die Anpassung des Kinderzuschlages (Notfall-KiZ).

Meine solidarische Bitte ist aber auch: Eltern, die momentan durch die Krise keine unmittel-baren, finanziellen Einbußen haben oder deren Kinder an der Notbetreuung teilnehmen, sind gebeten weiter einen Beitrag zu zahlen. Dadurch helfen Sie mit, dass auch die KiTas und die FGTS-Träger gut durch die Krise kommen und danach ein leistungsstarkes Angebot weiter möglich ist.

Es wird eine Zeit nach den Schließungen geben und auch hier brauchen wir KiTas und FGTS-Nachmittagsbetreuungen in den Schulen, die sofort wieder an den Start gehen können. Jede Fachkraft wird gebraucht, heute und in Zukunft. Mit der Übernahme der Kosten schützen wir die KiTa-Träger und FGTS-Träger vor Einnahmeeinbußen bei den Elternbeiträgen, sichern die Finanzierung ihrer weiterhin laufenden Personalkosten und schützen die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren KiTas und bei den FGTS-Trägern.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Angehörigen alles Gute.

Bleiben Sie gesund.

Ihre
Christine Streichert-Clivot

 

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